Der Mädchenflohmarkt Ilmenau – ein Projekt von Mädchen zu Mädchen für das Herzprojekt “Sanitation For Education”

Nahezu alle Frauen vereint ein Hobby – das Kaufen, Anhäufen und Sammeln von Kleidung. Regelmäßig müssen Kleiderschränke ausgemistet und Platz für Neues geschaffen werden. Ein Leben im Überfluss. #firstworldproblems

 

In einem Land wie Indien dagegen mangelt es schon an den grundlegendsten Dingen. Frauen haben hier ganz andere, richtige Sorgen. Fakt ist nämlich, in Indien gibt es weitaus mehr Handys als Toiletten.

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Vor allem in ländlichen Gegenden und Slums rund um die großen Städte wie Mumbai sind Hygiene und Sauberkeit alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Gerade einmal 45% der Menschen hier haben eine eigene Toilette, sogar in den Städten sind es nur 80%. Ist es für uns das normalste der Welt eine Toilette in der Wohnung zu haben, teilen sich dort oft bis zu 200 Menschen eine einzige Toilette. Ganz abgesehen davon, dass das für so viele Menschen viel zu wenig ist, ist diese Toilette oft keine Toilette wie wir sie kennen sondern einfach ein Loch im Boden, ein Kanal, offen und ohne jegliche Privatsphäre.

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Vor allem nachts ist es für die indischen Frauen gefährlich die im Durchschnitt 58m zur nächsten öffentlichen, häufig schlecht beleuchteten Toilette zu laufen. Viele von ihnen entscheiden sich deswegen dafür, ihre Notdurft komplett im Freien zu verrichten.

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Ähnlich katastrophale Zustände hinsichtlich Hygiene herrschen auch an den Schulen Indiens. Viele Mädchen und Frauen haben Angst vor Infekten und schwerwiegenden Krankheiten, vor allem Mädchen im Pubertätsalter verlassen aufgrund mangelnder Hygiene häufig die Schule. Gesundheit schlägt Bildung – verständlich, aber in einem Land wie Indien hat dies fatale Auswirkungen auf die Zukunft der Mädchen.

Saubere und sichere Toiletten stellen ein wichtiges menschliches Grundbedürfnis dar, so selbstverständlich sie in unserer Welt hier sein mögen, so elementar wichtig sind sie. Toiletten für Indien bedeuten Bildung und somit erheblich verbesserte Zukunftschancen.

Zu helfen ist eigentlich so einfach. Alles was benötigt wird sind solide sanitäre Anlagen, fließendes Frischwasser und Seife sowie ein größeres Bewusstsein für Hygiene.

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Unsere deutschen und indischen Partnerclubs haben bereits begonnen und konnten dank Spendengeldern erste sanitäre Anlagen bauen und den Unterricht für Hygiene in die Schulen bringen. Wir, der Rotaract Club Ilmenau, möchte sich ebenfalls engagieren und helfen noch mehr Gelder zu sammeln und noch mehr Mädchen ermöglichen, was eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte: Hygiene, Sicherheit und Bildung.

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Mit dem Mädchenflohmarkt Ilmenau möchten wir eine medienwirksame Veranstaltung auf die Beine stellen, eine Bereicherung für Ilmenauer Mädchen und Frauen, aber auch und nicht zuletzt für die Frauen in Indien. Alle Spenden sowie Überschüsse aus den Einahmen des Rotaract Clubs im Zuge dieser Veranstaltung gehen an das Projekt „Sanitation For Education“.

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Mädchenflohmarkt Ilmenau – ein Projekt mit Herz von Mädchen für Mädchen

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